Das Corona-Chaos von Sachsen: Wer wartet, gewinnt – wer zahlt, verliert

Das Corona-Chaos von Sachsen: Wer wartet, gewinnt – wer zahlt, verliert

Wieder einmal hat sich gezeigt: In Sachsen herrscht Rechtschaos statt Rechtssicherheit.

Während tausende Selbstständige und Kleinunternehmer in den letzten Jahren brav ihre sogenannten „Corona-Rückzahlungen“ geleistet haben, kommt nun ans Licht, was viele befürchtet haben – und was ich seit Beginn der Affäre immer wieder gesagt habe: Zahlt erst einmal nicht!

Jetzt bestätigt sich: Wer gezahlt hat, ist der Dumme. Wer gewartet hat, wird belohnt.

Ein aktueller Hinweis aus der Praxis zeigt das ganze Ausmaß dieser Willkür:

„Wer Ratenzahlung vereinbart hat, kann für die noch offenen Raten die Forderungseinstellung beantragen. Aber Achtung – angeblich (lt. mündlicher Aussage der SAB, steht nirgendwo) soll das nur gelten, wenn der Rückforderungsbescheid innerhalb des Rückmeldeverfahrens erstellt wurde.“

Mit anderen Worten: Keine klare Regelung, keine Transparenz, keine Rechtssicherheit.
Ein Beamter bei der SAB sagt dies, ein anderer etwas anderes – und das Wirtschaftsministerium schweigt oder verweist auf mündliche Aussagen. In einem Rechtsstaat wäre so etwas undenkbar. Aber im Sachsen des Jahres 2025 scheint jeder Beamte nach Tageslaune zu entscheiden, wer Glück hat und wer nicht.

Die neuen Regelungen zu den Corona-Soforthilfen sehen vor, dass diejenigen, die noch nicht gezahlt haben, eventuell gar nichts mehr zurückzahlen müssen, wenn ihr Einkommen 2023 unter 35.000 € liegt.
Das heißt im Klartext:
• Wer rechtzeitig Widerspruch eingelegt oder abgewartet hat, kann jetzt auf Erlass hoffen.
• Wer pflichtbewusst gezahlt hat, geht leer aus.

Sachsen spielt mit seinen Selbstständigen ein gefährliches Spiel.
Heute gelten diese Regeln, morgen jene. Erst droht man mit Zwangsvollstreckung, dann erlässt man plötzlich denjenigen die Schuld, die es ausgesessen haben.
Das Wirtschaftsministerium nennt das „Einzelfallentscheidungen“. Ich nenne es: Willkür.

Viele Unternehmer sprechen inzwischen offen davon, dass die SAB und das Ministerium im rechtsfreien Raum agieren. Und man muss es so deutlich sagen: Das stimmt.

Auch ich habe von Anfang an gesagt: Zahlt erst einmal nicht, solange das Verfahren rechtlich nicht eindeutig ist. Und leider hat sich gezeigt: Ich hatte recht.

Das, was in Sachsen passiert, ist Zynismus in Reinform für jeden ehrlichen Bürgers, der in der Krise Verantwortung übernommen hat. Die Landesregierung muss endlich klarstellen, auf welcher Rechtsgrundlage diese Ungleichbehandlung basiert – und wie sie gedenkt, den zu Unrecht belasteten Unternehmern ihr Geld zurückzugeben.

Denn eines ist klar:
Ein Staat, der seine Bürger für Ehrlichkeit bestraft, verliert jede Glaubwürdigkeit.

Thomas Dietz, MdB

Weitere Beiträge

DROESE MdEP – Sachsen ungefiltert // 𝐕𝐨𝐧 𝐝𝐞𝐫 𝐋𝐞𝐲𝐞𝐧 𝐭ö𝐭𝐞𝐭 𝐝𝐚𝐬 𝐄𝐢𝐧𝐬𝐭𝐢𝐦𝐦𝐢𝐠𝐤𝐞𝐢𝐭𝐬𝐩𝐫𝐢𝐧𝐳𝐢𝐩!

𝐕𝐨𝐧 𝐝𝐞𝐫 𝐋𝐞𝐲𝐞𝐧 𝐭ö𝐭𝐞𝐭 𝐝𝐚𝐬 𝐄𝐢𝐧𝐬𝐭𝐢𝐦𝐦𝐢𝐠𝐤𝐞𝐢𝐭𝐬𝐩𝐫𝐢𝐧𝐳𝐢𝐩! 𝐸𝑖𝑛 𝟫𝟢-𝑀𝑖𝑙𝑙𝑖𝑎𝑟𝑑𝑒𝑛-𝐸𝑢𝑟𝑜-𝐾𝑟𝑒𝑑𝑖𝑡𝑝𝑎𝑘𝑒𝑡 𝑓ü𝑟 𝟤𝟢𝟤𝟨–𝟤𝟢𝟤𝟩 𝑤𝑢𝑟𝑑𝑒 𝑣𝑜𝑛...

Bürgerdialog in Dresden

Tino Chrupalla Thomas Ladzinski Matthias Rentzsch 12.03.2026  19:00 Börse Dresden Messering 6...

Kölner AfD-Urteil: Sieg der Demokratie mit fadem Beigeschmack

Empfindliche Schlappe für den als „Verfassungsschutz“ daherkommenden Regierungsschutz! Das Verwaltungsgericht Köln hat...

Bürgerdialog im sachsen-anhaltinischen Elster an der Elbe

Auf Einladung von meinem Bundestagskollegen Volker Scheurell (MdL) nahm ich gemeinsam mit...

Sieg für die AfD und die Demokratie

Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) darf die Alternative für Deutschland (AfD) bis...

AfD SOE wählt neuen Kreisvorstand

Dippoldiswalde, 28.02.2026. Am vergangenen Wochenende fand in den Parksälen Dippoldiswalde die Mitgliederversammlung...

Social-Media-Verbot für die Jugend? Erziehung statt Zensur!

Überraschungen gibt’s: Erst haben SPD, Grüne und Co. jahrelang das jüngere Wahlalter...

Unser Land zuerst – eine neue Weltordnung beginnt!

Unser Land zuerst – eine neue Weltordnung beginnt! Jörg Urban über den...

Gedenken 13. Februar

Vor 81 Jahren wurde in einem Akt sinnloser Zerstörung Dresden bombardiert. Es...

Kranzniederlegung auf dem Heidefriedhof

Wir gedenken der gezählten und ungezählten Opfer der alliierten Bombenangriffe auf Dresden...

10. Februar – „Tag der Kinderhospizarbeit“

Für mich ist das ein wichtiger Anlass, um auf eine Arbeit aufmerksam...