Billigimporte aus Asien beenden: Unsere eigenen Unternehmen sind besser!

In einer aktuellen Mitteilung kritisiert der Verband der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie (vti) die Landesregierungen scharf. Sie würden bei medizinischer Schutzausrüstung lieber auf „Billigimporte aus Asien“ setzen statt auf einheimische Unternehmen, die mit der entsprechenden Produktion im Frühjahr begonnen hatten, nachdem internationale Lieferketten rissen.

Durch die Billigimporte entstünden „Einweg-Müllberge“, während „hoch wirksame bakterien- und virenabweisende Mehrweg-Erzeugnisse“ aus deutscher Produktion weiter auf ihre Zertifizierung warten müssen, bemängelt der vti. Des Weiteren betont der Branchenverband, durch die „Einführung der CO2-Besteuerung“ hätten sich die Bedingungen für mittelständische Produzenten gegenüber ausländischen Konkurrenten nochmals massiv verschlechtert.

Dazu erklärt der wirtschaftspolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Sächsischen Landtag, Frank Peschel:

„Ich kann den Unmut unserer Unternehmen sehr gut verstehen. Der Bekleidungsbranche sind durch den Lockdown ca. 35 Prozent ihres normalen Umsatzes entgangen. Wer nun denkt, dass wenigstens die Unternehmen, die auf medizinische Schutzausrüstung umsattelten, belohnt wurden, irrt sich leider.

Im Frühjahr wurden die Unternehmen von der Politik regelrecht angebettelt, bitte mehr Mund-Nasen-Masken, Schutzanzüge und andere Textilien für den Gesundheitsschutz zu produzieren. Doch sobald wieder billiges, aber auch minderwertiges Material aus dem Ausland verfügbar war, vergaß die Politik die Hilfsbereitschaft der einheimischen Unternehmen. Das ist bezeichnend, zumal sächsische Unternehmen längst signalisiert haben, günstige Masken in ansprechender Qualität produzieren zu können.

Es fehlt einzig und allein am Willen der Politik, diese Produkte schnell zuzulassen und in größeren Mengen zu kaufen. Wir fordern deshalb die sächsische Landesregierung erneut dazu auf, bei der Schutzausrüstung endlich auf einheimische Unternehmen zu setzen. Das ist wichtig zur Sicherung von Arbeitsplätzen und außerdem ökologischer als die derzeitige Praxis.“

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