Pflegereform 2027: Der Griff in die letzten Reserven der Familien
Der größte Pflegedienst unseres Landes, die Familien, wird weiter belastet
Der Bundesgesundheitsminister, Linnemann nennt pflegende Angehörige die „stillen Helden unserer Gesellschaft“. Gleichzeitig legt die Bundesregierung eine Pflegereform vor, die ausgerechnet Pflegebedürftigen und ihren Familien neue Belastungen zumutet.
Ab 2027 soll der monatliche Entlastungsbetrag von 131 Euro für Menschen mit Pflegegrad 1 wegfallen. Gleichzeitig werden die Hürden angehoben um jene Pflegegrade für sich zu beanspruchen: Für Pflegegrad 1 sollen künftig 15 statt 12,5 Punkte nötig sein, für Pflegegrad 2 30 statt 27 und für Pflegegrad 3 50 statt 47,5 Punkte. Der Zugang zu den Leistungen wird somit schwieriger.
Auch die Absicherung für Situationen, in denen Angehörige die Pflege zeitweise nicht leisten können, weil sie beispielsweise selbst mal krank werden oder Urlaub benötigen, wird umgebaut. Dem heutigen gemeinsamen Jahresbetrag für Verhinderungs- und Kurzzeitpflege von bis zu 3.539 Euro soll ein deutlich kleineres Überbrückungsbudget gegenüberstehen. Gerade für Familien, die ohnehin Tag für Tag an ihrer Belastungsgrenze organisieren, hat das spürbare Folgen.
Währenddessen steigen die Einnahmen: Kinderlose sollen ab Januar 2027 einen Zuschlag von 0,9 statt 0,6 Prozentpunkten zahlen. Ab 2028 ist zudem ein Beitragszuschlag von 0,52 Prozent für bestimmte bislang beitragsfrei mitversicherte Ehe- und Lebenspartner vorgesehen.
Das Muster dieser Reform ist damit bemerkenswert klar: höhere Hürden beim Zugang, weniger oder gar kein Spielraum bei einzelnen Leistungen und gleichzeitig höhere Beiträge für Teile der Versicherten. Die Bundesregierung spricht von Stabilisierung.
Am Ende steht eine Reform, die ausgerechnet jene stärker belastet, die ohnehin jeden Tag mit Pflegebedürftigkeit, Erschöpfung und finanziellen Sorgen kämpfen. Wer auf Pflege angewiesen ist, braucht Sicherheit und Entlastung. Stattdessen drohen höhere Hürden, kleinere Leistungen und neue Belastungen.
Pflegereform 2027: Der Griff in die letzten Reserven der Familien
Der größte Pflegedienst unseres Landes, die Familien, wird weiter belastet
Der Bundesgesundheitsminister, Linnemann nennt pflegende Angehörige die „stillen Helden unserer Gesellschaft“. Gleichzeitig legt die Bundesregierung eine Pflegereform vor, die ausgerechnet Pflegebedürftigen und ihren Familien neue Belastungen zumutet.
Ab 2027 soll der monatliche Entlastungsbetrag von 131 Euro für Menschen mit Pflegegrad 1 wegfallen. Gleichzeitig werden die Hürden angehoben um jene Pflegegrade für sich zu beanspruchen: Für Pflegegrad 1 sollen künftig 15 statt 12,5 Punkte nötig sein, für Pflegegrad 2 30 statt 27 und für Pflegegrad 3 50 statt 47,5 Punkte. Der Zugang zu den Leistungen wird somit schwieriger.
Auch die Absicherung für Situationen, in denen Angehörige die Pflege zeitweise nicht leisten können, weil sie beispielsweise selbst mal krank werden oder Urlaub benötigen, wird umgebaut. Dem heutigen gemeinsamen Jahresbetrag für Verhinderungs- und Kurzzeitpflege von bis zu 3.539 Euro soll ein deutlich kleineres Überbrückungsbudget gegenüberstehen. Gerade für Familien, die ohnehin Tag für Tag an ihrer Belastungsgrenze organisieren, hat das spürbare Folgen.
Währenddessen steigen die Einnahmen: Kinderlose sollen ab Januar 2027 einen Zuschlag von 0,9 statt 0,6 Prozentpunkten zahlen. Ab 2028 ist zudem ein Beitragszuschlag von 0,52 Prozent für bestimmte bislang beitragsfrei mitversicherte Ehe- und Lebenspartner vorgesehen.
Das Muster dieser Reform ist damit bemerkenswert klar: höhere Hürden beim Zugang, weniger oder gar kein Spielraum bei einzelnen Leistungen und gleichzeitig höhere Beiträge für Teile der Versicherten. Die Bundesregierung spricht von Stabilisierung.
Am Ende steht eine Reform, die ausgerechnet jene stärker belastet, die ohnehin jeden Tag mit Pflegebedürftigkeit, Erschöpfung und finanziellen Sorgen kämpfen. Wer auf Pflege angewiesen ist, braucht Sicherheit und Entlastung. Stattdessen drohen höhere Hürden, kleinere Leistungen und neue Belastungen.










