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Welterbe retten-Windräder stoppen!
Liebe Erzgebirger,
Politische Realitätsverweigerung, Profitinteressen und ideologische Verblendung kennen scheinbar keine Grenzen mehr.
Ausgerechnet in unserer UNESCO Welterbe Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří sollen mehr als 250m hohe Windräder gebaut werden, welche den herausragenden universellen Wert unserer Heimat langfristig beschädigen werden.
Nicht mehr Höhenzüge, Tafelberge und Täler, nicht Bergstädte, Halden, Pingen, Wälder und Sichtbeziehungen werden das Bild unserer europaweit einmaligen Kulturlandschaft bestimmen, sondern Windräder über Windräder.
Liebe Erzgebirger, wurden Sie jemals gefragt, ob Sie das überhaupt wollen?
Unsere Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří ist Ausdruck von über 800 Jahren Bergbaugeschichte. Der Bergbau hat dem Erzgebirge seinen Namen gegeben, seine Städte entstehen lassen, seine Wirtschaft geprägt, sein Handwerk und seine Traditionen geformt. Vieles, was wir heute als typisch erzgebirgisch empfinden und was in jedem Jahr viele Besucher anzieht, entstammt unserer montanen Geschichte. Wer die Montanregion schützt, schützt nicht nur Denkmale, sondern die Identität einer ganzen Heimat-unserer Heimat.
Mit dem Welterbetitel wurde der Bergbaulandschaft des Erzgebirges die höchste internationale Anerkennung für ein Kulturerbe verliehen. Dieser Titel wurde mit Begeisterung und Ausdauer erarbeitet und nach jahrelangen Bemühungen ehrlich verdient und erreicht. Dahinter steht eine großartige Idee, welche unsere Kommunen, Vereine, Wissenschaftler, Ehrenamtler und Bürger mit großer Beharrlichkeit verwirklicht haben.
Der Wert der Region besteht im Zusammenspiel vieler Bestandteile, 17 auf sächsischer und 5 auf der böhmischen Seite des Erzgebirges. Es sind die Bergbaulandschaften des Silber-, Zinn-, Kobalt-, Eisen- und Uranbergbaus, die Bergstädte, die technischen Anlagen, die Wasserwirtschaftssysteme und die Spuren im Gelände, welche den besonderen Wert ausmachen. Wer einzelne Punkte isoliert betrachtet und behauptet, dass 250m hohe Windräder sich einfach dazwischen hineinstellen ließen, der versteht das Welterbe nicht. Man muss die Landschaft als Ganzes lesen.
Im Erzgebirge kann man bis heute erkennen, wie der Bergbau die Landschaft geformt hat. Eine Halde erzählt von harter Arbeit unter Tage. Ein Kunstgraben erzählt von technischer Meisterleistung. Eine Bergstadt erzählt von Siedlungsentwicklung, Verwaltung und sozialer Ordnung. Diese Zeugnisse stehen nicht losgelöst voneinander im Raum. Sie wirken durch ihre Lage, ihre Blickbeziehungen und ihren Zusammenhang mit der Umgebung. Genau diese Lesbarkeit ist gefährdet, wenn Windustrieanlagen das Bild dominieren.
Mit Windrädern wird eine rote Linie überschritten, weil unser Welterbe in seiner Integrität, Authentizität oder landschaftlichen Wirkung beeinträchtigt wird. Windräder stören historisch gewachsene Landschaftsbilder, Sichtachsen und Panoramen. Wenn eine Natur- und Bergbaulandschaft nicht mehr als solche wahrgenommen wird, sondern als Windindustriegebiet erscheint, dann ist der Kern des Welterbes verletzt.
Warnungen vor dem Verlust des Welterbetitels müssen daher ernst genommen werden, weil der Welterbestatus davon abhängt, dass der außergewöhnliche universelle Wert erhalten bleibt. Wenn internationale Fachgremien zu dem Schluss kommen, dass dieser Wert beschädigt wird, kann das zur Aberkennung des Titels kommen. Sachsen weiß aus eigener Erfahrung, dass ein Welterbetitel nicht unantastbar ist. Wer solche Warnungen abtut, handelt leichtfertig.
Liebe Erzgebirger, wir als AfD erwarten Klarheit! Wer den Welterbetitel 2019 gefeiert hat, muss ihn jetzt verteidigen. Landräte, Bürgermeister, Landtags- und Bundestagsabgeordnete müssen den Menschen erklären, ob sie bereit sind, unsere Welterberegion gegen die Profitinteressen einiger weniger zu schützen. Sie müssen beantworten, welchen konkreten Nutzen Windindustrieanlagen für die Region überhaupt bringen sollen. Rechtfertigen kurzfristige und unsichere Einnahmen den Verlust eines hart erarbeiteten Welterbestatus und die Zerstörung einer jahrhundertealten Kulturlandschaft?
Die AfD sagt nein. Die UNESCO Welterbe Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří ist unsere gemeinsame Verantwortung. Sie gehört nicht Politikern, nicht Parteien, nicht Projektierern, nicht Ministerien und nicht Planungsbüros.
Sie gehört den Menschen, die hier leben, und den Generationen, die nach uns kommen.

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