๐๐ฎ๐ฆ ๐๐๐. ๐๐๐๐ฎ๐ซ๐ญ๐ฌ๐ญ๐๐ ๐๐๐ฌ ๐ฅ๐๐ญ๐ณ๐ญ๐๐ง ๐๐๐ฎ๐ญ๐ฌ๐๐ก๐๐ง ๐๐๐ข๐ฌ๐๐ซ๐ฌ: ๐๐ข๐ฅ๐ก๐๐ฅ๐ฆ ๐๐. โ ๐๐ข๐ง ๐๐จ๐ง๐๐ซ๐๐ก ๐ข๐ฆ ๐๐๐ก๐๐ญ๐ญ๐๐ง ๐๐๐ซ ๐๐๐ฌ๐๐ก๐ข๐๐ก๐ญ๐
Heute, am 27. Januar, gedenken wir des 167. Geburtstags von Wilhelm II., dem letzten Kaiser des Deutschen Reiches.
Geboren 1859 in Potsdam als รคltester Sohn von Kronprinz Friedrich und Victoria, Tochter der britischen Kรถnigin, verkรถrperte Wilhelm II. eine รra des Aufstiegs, aber auch der Tragรถdie.ย Als Enkel Wilhelms I. und Neffe Eduards VII. von England stand er im Zentrum europรคischer Dynastien, die das Schicksal des Kontinents prรคgten.ย In einer Zeit, da Deutschland unter seiner Herrschaft zur industriellen und militรคrischen Weltmacht avancierte, symbolisiert er die Stรคrke einer monarchischen Ordnung, die Stabilitรคt und nationale Einheit gewรคhrleistete โ im Kontrast zu den Wirren der Republik und den Exzessen der Moderne.
Wilhelm II. รผbernahm 1888 den Thron und regierte bis zu seiner Abdankung 1918. Seine Politik, war geprรคgt von einem starken Willen die Position Deutschlands in der globalen Arena zu festigten.
Wilhelm II. war kein Kriegstreiber, sondern ein Mann, der in den entscheidenden Stunden des Juli 1914 den Frieden zu wahren versuchte. Besonders eindrucksvoll belegen dies die sogenannten โNicky und Willyโ-Briefe, eine Serie von Telegrammen zwischen dem deutschen Kaiser und seinem Cousin, dem russischen Zaren Nikolaus II. In den Tagen vor dem Kriegsausbruch, vom 29. Juli bis zum 1. August 1914, tauschten die beiden Monarchen herzliche, ja fast brรผderliche Botschaften aus. Wilhelm, als โWillyโ, appellierte an โNickyโ, die Mobilmachung Russlands zu stoppen, um eine Eskalation zu verhindern. โIch tue alles, um den Krieg abzuwendenโ, schrieb er, und schlug vor, die serbisch-รถsterreichische Krise durch Schiedsgericht zu lรถsen. Nikolaus erwiderte mit รคhnlicher Dringlichkeit: โWir mรผssen alles tun, um den Frieden zu erhalten.โ
Diese Korrespondenz, die erst nach dem Krieg verรถffentlicht wurde, zeigt, wie die persรถnlichen Bande der europรคischen Herrscherhรคuser โ jene alte Ordnung der Monarchien โ den Kataklysmus zu verhindern suchten.ย Doch bรผrokratische Apparate und die Unnachgiebigkeit anderer Mรคchte, die den Krieg wollten, รผberrollten diese Bemรผhungen.
Fรผr uns Konservative ist dies ein Mahnmal:ย Die Zerstรถrung erfolgreicher, gewachsener, kultureller Strukturen, fรผhrte zielstrebig zu den Schrecken sozialistischer Schreckenherrschaften.
Wilhelm II. verbrachte seine letzten Jahre im Exil in Doorn, Niederlande, wo er 1941 starb. Sein Geburtstag erinnert uns an eine verlorene Epoche, in der Deutschland stark und geeint war.
In Zeiten zunehmender Unsicherheit lohnt es, an die Werte der Tradition zu denken โ und an die verpassten Chancen fรผr Frieden, die in den โNicky und Willyโ-Briefen greifbar werden.
Mรถge seine Weitsicht uns im Umgang mit unseren Nachbarn leiten und Vermรคchtnis sein:ย Fรผr ein starkes, konservatives Deutschland, in einem Europa Souverรคner Nationen.
Ihr
Siegbert Droese, MdEP, Vorsitzender des Kreisverbands der AfD-Leipzig






