25 Jahre Fehlentscheidung korrigieren – Bahn oder Tourismus jetzt auf der Strecke Königsbrück-Straßgräbchen

Presseerklärung des Kreis -und Stadtrates Timo Schreyer

Heute am 24.5.2023 jährt sich zum 25. Mal der Tag, als der letzte Zug über das Viadukt in Königsbrück, weiter bis Straßgräbchen, gefahren ist. Kurze Zeit später (2004) erfolgte der Verkauf der Bahnstrecke an die RobRoth AG aus Oybin, die unter vollmundigen Versprechen der Schaffung von Reit- und Wanderwegen, mit dem Abbau und der Verwertung aller gewinnbringenden Stoffe (Schienen, Buntmetall, Pflastersteine) sofort begann. Dies erfolgte vor Entwidmung durch das Bundesamt für Eisenbahn. Die rechtlichen Bedenken der anliegenden Gemeinden waren sehr groß. Eine juristische Aufarbeitung wurde von den damaligen Verantwortlichen verschleppt. Nur der Wanderweg ist nie gekommen. Geblieben ist eine Wildnis mit teilweise noch daliegenden teerhaltigen Holzschwellen im Untergrund. Inzwischen ist ein Großteil der Flächen teilweise verkauft. Wer für den Unterhalt des unter Denkmalschutz stehenden Viadukt aufkommt, ist fraglich. Meiner Ansicht nach der damalige Käufer. Hat dieser auch Einnahmen generiert aus dem Verkauf von Land und Schrott?

Hier wurde eine einmalige touristische Chance vertan, etwas zu verbessern. Eine Fahrt bis Königsbrück mit der Bahn, anschließend die Trasse als Bahnradweg (wie der Bahnradweg Schönefelder Hochland 14 km) befahren bis Straßgräbchen und dort den Zug wieder in Richtung Kamenz nach Dresden benutzen. Abstecher zur Königsbrücker Heide oder andersherum von Straßgräbchen nach Königsbrück. Abstecher zur Kamelie und mit der Bahn Richtung Dresden zurück. An eine Nutzung der Strecke als S- Bahn im Strukturwandelprozess darf ich gar nicht denken. Dies wäre die kürzeste Bahnverbindung ins Seenland gewesen.

Hier wäre die Regierungskoalition gefordert die Fehler der Vergangenheit rückgängig zu machen. Noch ist es nicht zu spät.

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